Grappa

Grappa
Grappa ist ein Tresterbrand, der aus Italien stammt. Unter einem Tresterbrand versteht man eine Spirituose, die aus den Rückständen der Weinmaische, wie z.B. Stängel, Schalen oder Kernen destilliert wird. Grappa gilt in Deutschland als eine Art beliebte Modespirituose.
Die Produktion von Tresterbrand beruht auf der Herstellung von Wein und der Kunst der Destillation. Aufgrund von qualitativ eher schlechten Destillations-Techniken im Mittelalter, galt Grappa früher als Schnaps für arme Leute. Durch technische Optimierungen der Destillationsverfahren änderte sich das jedoch mit der Zeit. Zuerst wurde Grappa in Italien eine Art Nationalgetränk und danach erfreute er sich weltweit immer größerer Beliebtheit und wurde sogar zur Edel-Spirituose.
Ein guter Grappa besticht durch verschiedene fruchtige Aromen, schmeckt weich und kräftig und umschmeichelt den Gaumen. Es gibt eine Vielzahl von Grappasorten. Für Einsteiger und zum Kennenlernen eignet sich z.B. der "Grappa Bianca Del Veneto", der leicht und mild schmeckt. Der "Grappa di Chardonnay", gewonnen aus der Chardonnay, eine der weltweit besten Weißweinreben, aus der auch Champagner gewonnen wird, schmeckt wohltuend frisch und ist leicht im Abgang. Der aus der Toskana kommende "Grappa di Chianti", der in Kupferkesseln destilliert und in Holzfässern gereift ist, schmeckt harmonisch und etwas trockener, d.h. weniger fruchtig als andere Grappasorten. Der "Grappa di Moscato" wiederum besticht durch einen vollmundigen und weichen Geschmack.
Grappa hat einen Alkoholgehalt von 40 bis 50 Vol. % und passt herrlich als Abschluss eines gemütlichens Essen, oder in geselliger Runde zwischendurch.












